E-Learning Definition, Erklärung & Beispiele

Synonyme: digitales Lehren & Lernen, e-learning, blended learning, online Learning

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Internet der Dinge, Industrie 4.0, Enterprise 2.0 und Arbeit 4.0 – durch die Digitalisierung der Arbeits- und Lebenswelt haben Unternehmen neue Herausforderungen zu bewältigen.

Die Digitalisierung stellt auch neue Anforderungen an die betriebliche Bildung dar. Unternehmensprozesse und -strukturen sind voll im Gange, jedoch fehlen die dafür notwendigen Infrastrukturen und Lernstrategien. Die digitale Transformation wird auch die Arbeitsplätze in Zukunft verändern, denn es werden Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten von Mitarbeitern nötig sein, um selbstorganisiert und kreativ Probleme lösen zu können. (Niemeier 2016, 9)

Statista (2018) führte im Jahr 2018 eine Umfrage mit über 500 Unternehmen durch, welche mehr als 10 unselbstständige Mitarbeiter angestellt hatten. Dabei wurde festgestellt, das rund 32% der befragten Unternehmen digitale Lernangebote für Aus- und Weiterbildungen für die Mitarbeiter im Einsatz haben. Nichtsdestotrotz verwenden rund 68% keine E-Learning Plattform in deren Unternehmen. Dies führt zu hohen Einschulungskosten.

Nachstehend wir der Begriff „E-Learning“ definiert und soll in weiterer Folge mehr Aufschluss über den möglichen Inhalt geben.

E-Learning Definition

E-Learning sowie das digitale Lehren und Lernen stellen für wissensbasierte Gesellschaften im digitalen Zeitalter eine zentrale Herausforderung dar. E-Learning hat eine feldübergreifende Wirkung von der Sozialpolitik bis hin zur firmeninternen Mitarbeiterentwicklung und -einschulung. (Kergel und Heidkamp-Kergel 2020) Mit Hilfe von E-Learning Plattformen werden alle Varianten von internetbasierten Lehr- und Lernangebote verstanden. Dabei unterscheidet man zwischen Computer Based Training & Web Based Training.
Eine Definition über E-Learning konnte Fischer (2013) verdeutlichen:

Über das Konzept ‚E-Learning‘ wird im Bildungsbereich seit vielen Jahren kontrovers diskutiert […] Dabei ist die begriffliche Diskussionsgrundlage häufig unklar. Bei näherer Betrachtung wird jedoch eine grundlegende Gemeinsamkeit aller Definitionen des Begriffes E-Learning deutlich: die Verschmelzung von Bildungsprozessen mit digitalen Technologien.

Des Weiteren wird der Begriff E-Learning üblicherweise zwischen

  • Blended Learning („Mischform aus präsentischem Lernen und digital-gestützten Fernlernen”) sowie
  • Online Learning (digital-gestütztes Lernen) unterschieden.

Gerade im Sinne der Digitalisierung sollen im Bereich E-Learning auch neue Wege gegangen werden. Digitales Lernen mit E-Learning Kursen kann vielfältig gestaltet werden (Niemeier 2016; Haubrock 2020):

  • soziales und kollaboratives Lernen/Arbeiten
  • Einsatz von nutzergenerierten Inhalten
  • Formelles & informelles Lernen
  • Reverse Mentoring
  • Learning Journeys

Niemeier (2016) ist der Meinung: „eine funktionale technische und organisatorische Lernlandschaft zum Einsatz digitaler Werkzeuge in Lernprozessen zur Unterstützung von formellem und informellem Lernen ist eine Voraussetzung für die Entwicklung von Kompetenzen und die Bildung von Netzwerken“.

Learning Management Systeme – E-Learning

Learning Management Systeme werden im Bereich E-Learning eingesetzt, damit ein digitaler Lehr- & Lernprozess stattfinden kann. Dabei werden Kursunterlagen, Videos, interaktive Lernmethoden etc. eingebunden. Mit Hilfe von “Learning Management Systeme” (LMS) kann eine digitale Kursverwaltung stattfinden. Dabei können Lehrende Lernmaterial online an die Schüler/Studierenden/Mitarbeiter zur Verfügung stellen.

Des Weiteren können interaktive Chaträume oder Foren eingerichtet werden, dies ist zugleich ein riesiger Vorteil von LMS. Zusätzlich lassen sich durch Learning Management Systeme lernspezifische Tools einbinden und können mit einem Abgabetool versehen werden.

LMS werden seit den 1990er Jahren stetig weiterentwickelt. Nichtsdestotrotz sind diese Systeme als reine Distribution von Lernmaterial in Verwendung. Es ist mit einem Content Management System (CMS) vergleichbar. (Kergel und Heidkamp-Kergel 2020)

Vorteile von E-Learning:

Flexibilität

Den größten Vorteil bieten E-Learning Plattformen im Hinblick auf die zeitliche und örtliche Flexibilität. Kurse können mit einem Internet Zugang von jedem Endgerät konsumiert werden.

Verfügbarkeit & parallele Nutzung

Online Kurse sind jederzeit verfügbar und mehrere Nutzer können auf das Wissen zurückgreifen.

Zeit- und Kostenersparnis

Durch die Online Kurse wird nur einmal Zeit in die Erstellung der Kurse investiert und kann anschließend vielfach verwendet werden. Durch diese hohe Skalierbarkeit kann Zeit und Geld gespart werden.

Wissen an einem Ort

Das Unternehmens Know-How an einem Ort global abgespeichert. Deine Lernunterlagen, Tutorials, Mitschriften – alles ist im digitalen Raum gespeichert und kann mit einem sorgfältigen Back-up auch nicht verloren gehen.

Zertifizierungen

Nach Abschluss eines Online Kurses kann eine Wissensabfrage in Form eines Test stattfinden. Bei einer positiven Absolvierung werden Zertifikate versendet.

ISO Normen oder Schulungen in der Arbeitssicherheit?

Durch die Wissensabfrage können Mitarbeiter geprüft werden, ob sie die Arbeitssicherheit verstanden haben. Bei positivem Absolvieren werden Zertifikate versendet und in einem Datenmanagement System sicher aufbewahrt.

UseCase – E-Learning / Mitarbeiter Academy

Durch deine eigene Mitarbeiter Academy können allgemeine Unternehmensschulungen digitalisiert werden. Flexibles didaktisches Lernen – unabhängig vom Arbeitsstandort, digitaler Notizblock, alles an einem Ort abgespeichert.
In einer Mitarbeiter Academy können mehrere Schulungen abgedeckt werden:

Einschulungsprozess von neuen Mitarbeitern

Jedes Unternehmen möchte neue Mitarbeiter best- und schnellstmöglich auf den neuen Arbeitsplatz einlernen. Dabei spielen mehrere Faktoren eine essentielle Rolle. Beispielsweise haben manche Mitarbeiter langjährige Erfahrung in dem Bereich und benötigen nur einen groben Überblick und können anschließend produktiv mit der Arbeit anfangen. Andererseits gibt es Mitarbeiter die eine umfangreichere Einschulung benötigen, damit eine aktive Arbeitsleistung erbracht werden kann. Zudem kann sich das Unternehmen als einzigartiger Arbeitgeber positionieren, denn ein detaillierter und automatisierter Einschulungsprozess kann für eine sehr gute Reputation sorgen.

Umschulungen von Personal in einen neuen Bereich

Wie schon im vorherigen Kapitel beschrieben, haben Unternehmen mit den neuen Herausforderungen im Zuge der Digitalisierung zu kämpfen. Bei diesem technologischen Wandel verändern sich auch die Arbeitsplätze. Insbesondere der Umschulungsprozess von Mitarbeitern wird eine essentielle Rolle in den Unternehmen sein. Mit Hilfe von einer Mitarbeiter Academy können Mitarbeiter selbstständig step by step die neuen Inhalte erlernen. In einem Umschulungsprozess werden die Methoden von „Blended Learning“ angewandt. Dabei werden die Mitarbeiter in Form von präsentischem Lernen und digital gestützten E-Learning im Prozess der Umschulung begleitet.

Personalweiterentwicklung

Die Personalentwicklung gestaltet weiterhin das Wissensmanagement am Arbeitsplatz, indem sie Wissen aufbereitet und Wissenskanäle bereitstellt, die Mitarbeiter/innen im Alltag bedarfsorientiert zur Problemlösung nutzen können.

Dabei geht es darum, die professionelle Performance durch arbeitsintegriertes Lernen zu unterstützen. Hier spielen Wissensdatenbanken mit »Learning Nuggets«, also relevanten, handlungsorientiert konzipierten, inhaltlich klar aufbereitet, flexibel und einfach »just in time« konsumierbaren webbasierten Wissensangeboten, eine große Rolle. Wissen wird dadurch verfügbar, wann immer und wo auch immer es gebraucht wird.

Zugleich unterstützt sie informelle Lernprozesse, indem sie Communitys von Fachexpert/innen des Unternehmens gestaltet und den Mitarbeiter/innen einen Zugang dazu ermöglicht. Die Personalentwicklung gestaltet darüber hinaus formelle, absichtsvolle, zielorientierte Lernprozesse, die am Arbeitsplatz und außerhalb des Arbeitsplatzes stattfinden.

Literaturverzeichnis

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